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Kategorie Waldkindergartenwagen – Lesedauer 10 Min – Letzte Änderung am 01.06.26

Sicherheit im Bauwagen: Was Unfallkassen wirklich vorschreiben

Blick in einen Walkindergartenwagen von NAWALO mit erkennbaren Sicherheitsdetails.

Unfallkassen prüfen Bauwagen für Waldkindergärten nach den DGUV-Vorschriften und der DGUV Regel 102-002. Zentrale Anforderungen sind Geländerhöhen ab 100 Zentimetern, Fingerklemmschutz an Türen und Fenstern, kindersichere Heizungseinbauten, Blitzschutz, Mindestabstände zu Wärmequellen, Notausgänge und kindgerechte Höhen aller Einrichtungselemente. Ohne Unfallkassen-konforme Ausstattung gibt es keine Betriebserlaubnis. NAWALO erfüllt diese Anforderungen serienmäßig und wurde von mehreren Unfallkassen geprüft. 

Übersicht

Was ist die Unfallkasse und welche Rolle spielt sie?

Die Unfallkassen sind die gesetzlichen Unfallversicherungsträger für den öffentlichen Dienst, Kinder in Kitas und Schulen sowie Studierende. 

In Deutschland gibt es 16 Landes-Unfallkassen plus die Unfallkasse Bund und Bahn. Jedes Bundesland hat eine eigene Unfallkasse, die für Kindertageseinrichtungen zuständig ist. Beispiele: Unfallkasse Nord (Hamburg, Schleswig-Holstein), Unfallkasse NRW, Bayerische Landesunfallkasse, Unfallkasse Hessen. 

Die Aufgaben der Unfallkasse umfassen drei Bereiche: 

  • Versicherungsschutz: Alle Kinder in genehmigten Kitas sind über die Unfallkasse versichert. Bei Unfällen während des Kita-Besuchs trägt die Unfallkasse die Behandlungskosten. 
  • Unfallverhütung: Die Unfallkasse erlässt verbindliche Sicherheitsvorschriften und prüft deren Einhaltung. Diese Vorschriften sind in den DGUV-Regelwerken zusammengefasst. 
  • Beratung und Schulung: Träger und Erzieher:innen erhalten kostenfreie Beratung zur Unfallverhütung und Fortbildungen zu spezifischen Themen wie Bewegungsförderung, Naturpädagogik oder Hygiene. 


Für einen Waldkindergarten ist die Unfallkasse ein zentraler Akteur. Sie prüft nicht nur die fachliche Arbeit, sondern auch die räumlichen Voraussetzungen – und damit den Bauwagen. Ohne positive Bewertung durch die Unfallkasse gibt es in der Regel keine Betriebserlaubnis nach §45 SGB VIII.
 

Welche rechtlichen Grundlagen gelten?

Die Sicherheitsanforderungen für Bauwagen in Waldkindergärten basieren auf dem Siebten Sozialgesetzbuch, den DGUV-Vorschriften und mehreren technischen Regelwerken. 

Die wichtigsten rechtlichen Grundlagen im Überblick: 

Regelwerk 

Inhalt 

Verbindlichkeit 

SGB VII §15 

Allgemeine Pflicht zur Unfallverhütung 

Gesetz 

DGUV Vorschrift 1 

Grundsätze der Prävention 

Vorschrift, verbindlich 

DGUV Vorschrift 82 

Kindertageseinrichtungen 

Vorschrift, verbindlich 

DGUV Regel 102-002 

Sichere Kindertageseinrichtungen 

Konkrete Auslegung der Vorschriften 

DGUV Information 202-072 

Außengelände von Kitas (relevant für Waldumgebung) 

Empfehlung mit hoher Bindungswirkung 

DIN EN 1176 

Sicherheit von Spielplatzgeräten 

Norm, Stand der Technik 

Musterbauordnung & Landesbauordnungen 

Baurechtliche Anforderungen 

Gesetz 

Die DGUV Regel 102-002 ist das zentrale Dokument. Sie konkretisiert die Anforderungen aus DGUV Vorschrift 82 und beschreibt im Detail, wie eine sichere Kita aussehen muss. Auch wenn ein Waldkindergartenwagen nicht ausdrücklich erwähnt wird – die Grundsätze gelten analog. Bei der Auslegung berät die örtliche Unfallkasse. 

Die 12 wichtigsten Sicherheitsanforderungen im Überblick

Aus der Praxis der Unfallkassen-Prüfungen ergeben sich zwölf zentrale Anforderungen, die jeder Bauwagen für einen Waldkindergarten erfüllen muss. 

Nr. 

Anforderung 

Konkretisierung 

1 

Geländerhöhe 

Mindestens 100 cm bei Absturzhöhe ab 60 cm 

2 

Fingerklemmschutz 

An allen Türen und Klappfenstern 

3 

Heizungseinbau 

Kindersicher abgeschirmt, max. 60 °C Oberflächentemperatur 

4 

Blitzschutz 

Gemäß DIN EN 62305, mit jährlicher Prüfung 

5 

Steckdosen und Elektrik 

Kindersicher, mit FI-Schutzschalter 30 mA 

6 

Notausgang 

Bei Wagen über 9 m Länge zweiter Ausgang erforderlich 

7 

Brandschutz-Materialien 

Brennverhalten der Baustoffe nach DIN 4102 (B2 oder besser) 

8 

Raumhöhe 

Mindestens 2,20 m Stehhöhe im Hauptbereich 

9 

Bewegungsfläche pro Kind 

Mindestens 3,5 m² Innenfläche pro Kind 

10 

Belüftung und Belichtung 

Querlüftung, Tageslicht durch min. 10 % Fensterfläche 

11 

Wickelbereich 

Bei Krippenbetrieb: rutschfeste Auflage, Wasseranschluss 

12 

Sanitär und Hygiene 

Trennung Handwasch- und Toilettenbereich, hygienische Materialien 

Diese zwölf Anforderungen werden in den folgenden Kapiteln einzeln vertieft, mit konkreten Maßangaben und praktischen Hinweisen.

NAWALO-Bauwagen erfüllen alle Anforderungen serienmäßig

Alle NAWALO-Bauwagen werden nach den DGUV-Standards gebaut und sind durch verschiedene Landes-Unfallkassen abgenommen. Sie müssen sich keine Gedanken über die Compliance machen – das übernehmen wir. E-Mail: info@nawalo.de | Telefon: +49 (0) 4120 7068 870 

Geländer und Absturzsicherung

Geländerhöhen müssen mindestens 100 Zentimeter betragen, sobald die Absturzhöhe 60 Zentimeter überschreitet. 

Diese Anforderung gilt für alle Bereiche im und am Bauwagen, in denen ein Absturzrisiko besteht: 

  • Treppen und Stufen ab 3 Stufen oder 60 cm Höhe 
  • Hochebenen und Schlafemporen 
  • Verandas und erhöhte Außenbereiche 
  • Eingangstreppen ab einer bestimmten Höhe 


Wichtig: Die Geländerhöhe wird ab der Oberkante der Trittfläche gemessen. Bei einer Hochebene mit 80 Zentimetern Höhe muss das Geländer also bis auf 180 Zentimeter über dem Boden reichen. Zwischen den senkrechten Gitterstäben darf der Abstand maximal 8,9 Zentimeter betragen – das entspricht dem Kopfdurchmesser eines Kleinkinds und verhindert Einklemmungen.
 

Besonderheit: Horizontale Geländerelemente

Horizontale Streben oder waagerechte Geländerelemente sind in Kitas problematisch, weil Kinder sie als Leiter nutzen können. Die DGUV empfiehlt daher senkrechte Stäbe oder geschlossene Geländerflächen. NAWALO setzt serienmäßig auf senkrechte-Elemente. 

Hochebene mit Geländer in einem Waldkindergartenwagen.

Häufiger Fehler: Veranda-Geländer zu niedrig

Viele Eltern-Initiativen wundern sich, warum ihre Außenveranda eine niedrige Brüstung hat. Die Antwort: Hier gelten dieselben Anforderungen wie im Innenraum. Eine Veranda mit 80 cm Brüstung wird von der Unfallkasse abgelehnt. NAWALO baut serienmäßig 100 cm hohe Verandabrüstungen.

Fingerklemmschutz und Türen

An allen Türen und Klappfenstern eines Kita-Bauwagens müssen Fingerklemmschutz-Elemente angebracht sein. 

Fingerklemm-Unfälle gehören zu den häufigsten Verletzungen in Kindertageseinrichtungen. Die DGUV verlangt deshalb wirksame Maßnahmen gegen das Einklemmen von Fingern an Türen und beweglichen Bauteilen. In der Praxis bedeutet das: 

  • Türgriffe in Kinderhöhe: In 70 bis 90 Zentimetern Höhe, also für 3- bis 6-jährige erreichbar. Bei Krippe entsprechend niedriger. 
  • Türband-Schutz: Spezielle Kunststoff- oder Gummi-Profile an der Scharnierseite, die verhindern, dass Finger zwischen Tür und Rahmen geraten. 
  • Klemmschutz an der Schließkante: Auf der gegenüberliegenden Seite des Bands. Verhindert Quetschungen beim Zuschlagen. 
  • Selbstschließende Türen kritisch prüfen: In Kitas sind selbstschließende Türen ohne Dämpfer oder Verzögerung problematisch. 
  • Klappfenster mit Sicherheits-Aussteller: Die Aussteller müssen so konstruiert sein, dass das Fenster nicht plötzlich zuschlagen kann. 


NAWALO verwendet flächendeckend hochwertige Fingerklemmschutz-Profile. Diese sind so unauffällig, dass sie die Holz-Optik nicht stören, bieten aber wirksamen Schutz nach DGUV-Vorgaben.

Heizung und Brandschutz

Heizungsoberflächen in Reichweite von Kindern dürfen maximal 60 Grad Celsius warm werden, sichtbares Feuer ist nur in geschützten Bereichen erlaubt. 

Empfehlung: Starten Sie das Bauantragsverfahren mindestens 6 Monate vor dem geplanten Lieferdatum des Bauwagens. So vermeiden Sie, dass der Wagen geliefert wird, bevor die Genehmigung vorliegt – das ist rechtlich problematisch und kann zu erheblichen Verzögerungen bei der Eröffnung führen.

Holzöfen im Bauwagen

Holzöfen sind in Waldkindergärten beliebt, aber besonders sensibel geregelt. Anforderungen: 

  • Ofen muss in einem abtrennbaren oder durch Schutzgitter gesicherten Bereich stehen 
  • Mindestabstand zu brennbaren Materialien (Holzwänden) gemäß Herstellerangabe und DIN 18896 
  • Funkenflug-Schutz vor der Ofentür (Pflicht) 
  • Schornsteinfeger-Abnahme jährlich 
  • Rauchmelder im Ofenbereich und im Hauptraum 
  • Kohlenmonoxid-Warner empfohlen, je nach Land Pflicht 
  • Erste-Hilfe-Ausstattung speziell für Brandverletzungen 

Gasheizungen

Gasheizungen müssen TÜV-geprüft sein und unterliegen jährlicher Wartung. Bei autarken Wagen werden in der Regel Flüssiggas-Anlagen verbaut, die zusätzliche Sicherheits-Anforderungen erfordern (Gaswarner, automatische Abschaltung, Belüftung). 

Gasheizung mit schwarzem Schutzgitter in einem Waldkindergartenwagen.
Gasheizung mit Schutzgitter

Infrarot- und elektrische Heizungen

Elektrische Heizungen sind aus Kindersicht oft am unkritischsten, weil keine offene Flamme und meist niedrigere Oberflächentemperaturen. Voraussetzung: kindersicher montierte FI-geschützte Stromkreise. 

Elektrik und Blitzschutz

Die gesamte Elektrik muss VDE-konform installiert und durch einen Fehlerstrom-Schutzschalter (FI/RCD) mit maximal 30 Milliampere abgesichert sein. 

Konkrete Anforderungen an die Elektrik im Bauwagen: 

  • FI-Schutzschalter (RCD) mit 30 mA Auslöseschwelle in allen Stromkreisen 
  • Kindersichere Steckdosen mit erhöhtem Berührungsschutz nach DIN 
  • Lichtschalter in Kinderhöhe (sofern Kinder selbstständig schalten dürfen) 
  • Erdung des Bauwagens (Potentialausgleich) 
  • VDE-konforme Installation, dokumentiert durch Elektriker-Protokoll 
  • Wiederholungsprüfung der elektrischen Anlagen alle 4 Jahre (DGUV V3)

Blitzschutz: Pflicht oder Empfehlung?

Ob ein Bauwagen einen Blitzschutz benötigt, hängt vom Standort und der Landesbauordnung ab. In den meisten Bundesländern ist ein Blitzschutz nach DIN EN 62305 ab einer bestimmten Risikoeinschätzung Pflicht. Bei Waldstandorten ist das Risiko durch hohe Bäume in der Umgebung oft niedriger – die Bäume wirken als natürliche Ableiter. Trotzdem empfiehlt sich ein Blitzschutz aus Sicherheitsgründen. 

NAWALO verbaut auf Nachfrage einen vorbereiteten Blitzschutz, der bauseits an die Erdung angeschlossen wird. Die jährliche Prüfung erfolgt durch eine Elektrofachkraft. 

Sanitärbereich und Hygiene

Der Sanitärbereich muss eine klare Trennung zwischen Toiletten- und Handwaschbereich aufweisen, hygienische Materialien aufweisen und regelmäßig reinigbar sein. 

Trockentrenntoiletten im Bauwagen

Trockentrenntoiletten sind in autarken Bauwagen Standard. Die Unfallkasse stellt folgende Anforderungen: 

  • Hygienische Materialien (glatte, abwaschbare Oberflächen) 
  • Kindgerechte Höhe (Kinder-WC: Sitzhöhe 26-30 cm) 
  • Belüftung des Toilettenraums (Pflicht) 
  • Sicherer Behälter für die Trennung von Urin und Feststoffen 
  • Verschließbare Kompostbehälter, regelmäßige Entleerung 
  • Handwaschplatz in unmittelbarer Nähe mit kaltem oder warmen Wasser 
  • Seifenspender und Einweg-Handtücher (keine Stoff-Handtücher) 

Wickelbereich

Bei Krippenbetrieb (Kinder unter 3 Jahren) ist ein Wickelbereich Pflicht. Anforderungen: 

  • Rutschfeste Wickelauflage mit erhöhter Umrandung (Absturzsicherung) 
  • Direkter Zugang zu Wasser für die Pflege 
  • Verschließbarer Behälter für Windeln 
  • Hygienische Oberflächen (waschbar, desinfizierbar) 
  • Höhe der Wickelfläche zwischen 85 und 95 cm für ergonomisches Arbeiten der Erzieher:innen
Wickel- und Toilettenbereich in einem Waldkindergartenwagen.
Wickeltisch klappbar

Außenanlage und Umgebung

Auch die Umgebung des Bauwagens unterliegt Unfallkassen-Vorschriften, besonders bei Lagerfeuerstellen, Spielgeräten und Wegen. 

Die wichtigsten Anforderungen an die Außenanlage: 

  • Lagerfeuerstelle: Mindestabstand 5 Meter zum Bauwagen und zu Spielgeräten, fester Steinkreis, Funkenflug-Schutz, Wasservorrat zum Löschen 
  • Spielgeräte: DIN EN 1176-konform, regelmäßige Sichtprüfung (täglich), jährliche Hauptinspektion durch zertifizierten Prüfer 
  • Wege: Rutschfest, kindgerecht ausgeführt, ausreichend beleuchtet bei Dämmerung 
  • Zaun oder Abgrenzung: In den meisten Bundesländern keine Pflicht, aber empfohlen zur Orientierung 
  • Wasserstellen: Bäche, Teiche müssen pädagogisch begleitet werden, ggf. abgesichert 
  • Wildschutz: Bei Standorten mit Zecken-, Wildschwein- oder Bienenrisiko spezielle Schutzmaßnahmen

Pädagogisches Gefahrenmanagement

Die Unfallkasse fordert in Waldkindergärten ein schriftliches Gefährdungsbeurteilungs-Konzept. Darin werden alle Gefahrenquellen aufgelistet und Schutzmaßnahmen definiert. Beispiele: Was tun bei Sturm? Wann wird das Lagerfeuer angezündet? Welche Bäume sind als Klettergerät erlaubt? Diese Beurteilung muss jährlich aktualisiert werden.

Sicherheits-Checkliste kostenfrei anfordern

Wir stellen Ihnen unsere praxiserprobte Sicherheits-Checkliste mit allen Unfallkassen-Anforderungen kostenfrei zur Verfügung inkl. Vorlage für die Gefährdungsbeurteilung und jährliche Sicherheits-Prüfung. E-Mail an info@nawalo.de mit dem Stichwort „Sicherheits-Checkliste“. 

Wie läuft eine Unfallkassen-Abnahme ab?

Die Abnahme erfolgt durch eine Aufsichtsperson der Unfallkasse im Rahmen einer Vor-Ort-Besichtigung, in der Regel vor Erteilung der Betriebserlaubnis durch das Jugendamt. 

Der typische Ablauf einer Unfallkassen-Abnahme: 

  • Schritt 1: Kontaktaufnahme: Träger meldet sich frühzeitig (3-4 Monate vor geplanter Eröffnung) bei der zuständigen Landes-Unfallkasse. Kontaktdaten sind über die DGUV-Website oder das Jugendamt erhältlich. 
  • Schritt 2: Unterlagen einreichen: Der Träger reicht das pädagogische Konzept, den Standort-Lageplan und technische Datenblätter des Bauwagens (vom Hersteller) ein. 
  • Schritt 3: Vor-Ort-Besichtigung: Die Aufsichtsperson besucht den Standort, prüft den aufgestellten oder zu liefernden Wagen und spricht mit der Kita-Leitung. 
  • Schritt 4: Prüfprotokoll: Die Unfallkasse stellt ein schriftliches Prüfprotokoll aus. Bei festgestellten Mängeln folgen Nachbesserungs-Auflagen. 
  • Schritt 5: Nachprüfung: Bei Auflagen erfolgt nach Mängelbeseitigung eine Nachbesichtigung oder Dokumentationsprüfung. 
  • Schritt 6: Freigabe: Mit positivem Prüfprotokoll wird die Unfallkassen-Bewertung dem Jugendamt zugeleitet, das die Betriebserlaubnis erteilt. 


Die Kosten der Abnahme trägt in der Regel die Unfallkasse selbst, sofern keine externen Sachverständigen hinzugezogen werden müssen. Nachbesserungen können allerdings Kosten verursachen.

Was passiert bei festgestellten Mängeln?

Häufige Mangelpunkte aus der Praxis der Unfallkassen: zu niedrige Geländer, fehlende Fingerklemmschutz-Profile, unzureichende Brandschutzabstände, mangelnde Belüftung, fehlende Notausgänge bei großen Wagen, falsche Steckdosen. Bei NAWALO-Bauwagen sind diese Mängel nicht relevant, weil die Serie bereits Unfallkassen-konform gebaut wird. 

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Diese Fragen erreichen uns regelmäßig zum Thema Sicherheit und Unfallkassen. 

Die Zuständigkeit richtet sich nach dem Bundesland, in dem der Waldkindergarten betrieben wird. In Hamburg und Schleswig-Holstein ist die Unfallkasse Nord zuständig, in NRW die Unfallkasse NRW, in Bayern die Bayerische Landesunfallkasse usw. Eine Übersicht aller 16 Unfallkassen finden Sie auf der DGUV-Website. Die zuständige Unfallkasse berät Träger kostenfrei vor und während des Gründungsprozesses. 

Alle Kinder in genehmigten Kitas sind über die Unfallkasse gesetzlich unfallversichert. Im Verletzungsfall meldet die Kita-Leitung den Unfall an die Unfallkasse. Behandlungskosten werden vollständig übernommen. Wichtig: Eine ordnungsgemäße Unfalldokumentation ist Pflicht und Voraussetzung für die Leistungen. 

Ja. Mindestens eine Erste-Hilfe-Ausbildung mit Kinder-Notfall-Modul ist Pflicht. Die Unfallkasse bietet zudem kostenfreie Fortbildungen zu Themen wie Naturpädagogik, Bewegungsförderung und Sicherheit im Außenbereich. Diese werden in vielen Bundesländern für Waldkindergarten-Erzieher:innen empfohlen oder verpflichtend. 

Regelmäßige Sichtprüfungen erfolgen täglich durch die Kita-Leitung. Eine jährliche Sicherheits-Hauptinspektion ist Pflicht und kann durch die Unfallkasse oder einen zertifizierten Sachverständigen erfolgen. Die elektrische Anlage wird alle 4 Jahre nach DGUV V3 geprüft. Zusätzlich: jährliche Schornsteinfeger-Abnahme bei Holzöfen, jährliche Wartung bei Gasanlagen. 

Die Haftung trifft in erster Linie den Träger der Einrichtung (Verein, Kommune, Wohlfahrtsverband). Bei vorsätzlicher oder grob fahrlässiger Vernachlässigung kann auch die Kita-Leitung persönlich haftbar gemacht werden. Im schlimmsten Fall droht die Schließung der Einrichtung durch das Jugendamt. Eine ordentliche Compliance ist also nicht nur formelle Pflicht, sondern auch existenziell für den Betrieb. 

Ja, in vielen Fällen. Geländer können erhöht, Fingerklemmschutz nachgerüstet, Heizungen abgeschirmt und elektrische Anlagen aktualisiert werden. Die Nachrüstkosten variieren stark – von 5.000 EUR für einfache Maßnahmen bis 25.000 EUR für umfassende Umbauten. Bei sehr alten Bauwagen ist eine Nachrüstung oft unwirtschaftlich, dann lohnt sich eher ein Neukauf. 

Die DGUV-Vorschriften gelten bundeseinheitlich, aber die Auslegung durch die einzelnen Landes-Unfallkassen kann variieren. Einige Unfallkassen sind sehr pragmatisch und kooperativ, andere streng. Wir empfehlen, frühzeitig den persönlichen Kontakt zur zuständigen Landes-Unfallkasse aufzunehmen und gemeinsam die spezifischen Anforderungen zu klären. 

Bei Sturm ab Windstärke 8 oder Gewitter müssen alle Kinder in den Bauwagen oder eine andere geschützte Räumlichkeit gebracht werden. Das pädagogische Konzept muss klare Notfall-Abläufe beschreiben. Die Unfallkasse prüft diese Abläufe im Rahmen der Sicherheits-Begehung. NAWALO-Bauwagen sind statisch so ausgelegt, dass sie auch starken Winden (z.B. Windlastzone 4) standhalten – ein wichtiger Sicherheitsfaktor bei Waldstandorten. 

Fazit und Checkliste

Die Unfallkassen-Anforderungen sind detailliert und verbindlich, aber bei einem professionell gebauten Bauwagen wie von NAWALO serienmäßig erfüllt. 

Träger und Eltern-Initiativen sollten das Thema Sicherheit nicht als bürokratische Hürde, sondern als Qualitätsmerkmal verstehen. Eine Unfallkassen-konforme Einrichtung schafft Vertrauen bei Eltern, ermöglicht den Betrieb dauerhaft und schützt vor Haftungsrisiken. Wer beim Bauwagen-Kauf nicht ausreichend auf Sicherheit achtet, zahlt das später durch teure Nachrüstungen oder im schlimmsten Fall durch einen Unfall. 

Sicherheits-Checkliste zum Mitnehmen

  • Geländerhöhe mindestens 100 cm (bei Absturzhöhe ab 60 cm)
  • Fingerklemmschutz an allen Türen und Klappfenstern
  • Heizungsoberflächen in Reichweite max. 60 °C
  • Holzofen mit Schutzgitter und Schornsteinfeger-Abnahme
  • Rauchmelder im Wohnbereich und Ofenraum
  • FI-Schutzschalter (RCD) mit 30 mA Auslöseschwelle
  • Kindersichere Steckdosen mit Berührungsschutz
  • Blitzschutz nach DIN EN 62305 (je nach Standort)
  • Trockentrenntoilette mit Handwaschplatz in der Nähe
  • Erste-Hilfe-Kasten und ausgebildete Erzieher:innen
  • Jährliche Wartungs- und Prüftermine dokumentiert
  • Gefährdungsbeurteilung schriftlich vorhanden und aktuell

NAWALO begleitet seit fast 20 Jahren Träger und Initiativen bei der Sicherheits-Compliance. Alle unsere Bauwagen werden nach den DGUV-Standards gebaut und sind durch verschiedene Landes-Unfallkassen abgenommen. 

Über 500 NAWALO-Bauwagen sind durch verschiedene Unfallkassen abgenommen. Vertrauen Sie auf unsere Erfahrung und Qualität. Telefon: +49 (0) 4120 7068 870 | E-Mail: info@nawalo.de | Online: www.waldkindergartenwagen.de/kontakt

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Simon Kilimann – CEO NAWALO GmbH

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